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Blue Hole Korčula
Position: 42°55.150'N - 16°39.150'E

Atemberaubende Steilwände, Höhlen und Gorgonienwälder prägen die Unterwasserlandschaften rund um die Insel Korčula.

Das Blue Hole auf der Insel Korčula

Ein sensationeller Tauchplatz für Anfänger und Fortgeschrittene liegt rund 15 Bootsminuten südlich von Vela Luka, dem größten Ort der Insel: Wer mit seinem Atemgerät zum Blue Hole hinabschwebt, erlebt einen Steilwand- und Höhlentauchgang in einem. Die Unterwassertour startet in sechs Metern Tiefe über einem Plateau, das Nacktschnecken und Oktopussen Zuflucht bietet. Hinter der Felsplatte fällt eine mit gelben und roten Gorgonien bewachsene Steilwand senkrecht ab. Vor den Hornkorallen, die ab 25 Metern ihre Fächer ausbreiten, tummeln sich Fischschwärme. In den roten Gorgonien legen Katzenhaie ihre Eier ab. Mit einer großen Portion Glück können Taucher an der Steilwand außer Riffhaien manchmal Delfine, Rochen und sogar Schildkröten sichten.

Der Eingang zum Blue Hole befindet sich in 16 Metern Tiefe. Ein magischer Ort, wenn tagsüber die Sonnenstrahlen durchs Höhlendach eindringen und tiefblaue Lichtreflexe im Wasser erzeugen. Im geräumigen Höhleninneren können Unterwassersportler auf maritime Entdeckungsreise gehen, denn in den Spalten, Ritzen und Felsvorsprüngen leben zahlreiche Krebse, Garnelen und Hummer. Das Blue Hole besteht aus zwei Kammern. Spätestens im hinteren Teil sollten Taucher ihre Lampe einschalten, denn hier gibt es keinen Lichteinfall durch Höhlenöffnungen von oben.

Ein weiteres Farbspektakel erleben Besucher, wenn der Krill im Strahl ihrer Leuchte umherschwirrt oder ein Zackenbarsch seine Runden zieht. Der Höhlenausflug endet in fünf Metern Tiefe - der Ausgang liegt unmittelbar über dem Zugang zum Blue Hole.

Kathedrale
Position: 42°54.890'N - 16°39.800'E

Mit roten Gorgonien bewachsene Steilwand

Zu einem der schönsten Tauchplätze im südlichen Kroatien gelangen Unterwassersportler am besten von Vela Luka aus. Nach kurzer Bootstour startet der maritime Ausflug in ein faszinierendes Höhlensystem, das einer Kathedrale ähnlich sieht.

Etwa 50 Meter von der Küste entfernt schweben Taucher hinab zu einer Wand, die in zwölf Metern Tiefe beginnt. Allmählich zeichnen sich im sauberen Wasser die Umrisse des riesigen Zugangs zur Kathedrale ab. Es ist ein Erlebnis, in 25 Metern Tiefe den mit Schwämmen und Steinkorallen bedeckten Rundbogen des von der Natur geschaffenen Kirchenschiffs zu passieren.

Unterwasserlampe nicht vergessen, denn anschließend gelangt man in einen tiefen Tunnel, der schräg nach oben geht und auf sechs Metern endet. Je weiter Taucher ins Innere vordringen, desto weniger Lebewesen gibt es an den Wänden zu entdecken: Im Lampenschein sind nur noch vereinzelt Seeanemonen, Grundeln und Nacktschnecken zu erkennen. Nach zahlreichen Flossenschlägen und etwa 100 Metern Wegstrecke haben sie ihr vorläufiges Ziel, das Höhlenende, erreicht.

Im mit Luft gefüllten Gewölbe lohnt das Auftauchen wegen der von der Decke hängenden Tropfsteine und wegen der rosa schimmernden Höhlenwände. Die Taucherlampe bringt auch die flimmernden Lichteffekte im Wasser zur Geltung, die durch eindringendes Süßwasser verursacht werden. Die Kathedrale ist ein geheimnisvoller Spot, der allerdings einige Kenntnisse im Höhlentauchen verlangt.

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