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Mali Plavnik und Kanonen von Plavnik

Mali Plavnik
Position: 4458.597'N - 1432.732'E

Blick auf die Insel Plavnik - Foto: Roberta F.

Die unbewohnte Insel Plavnik liegt zwischen Krk und Cres. Vor der östlichen Küste erhebt sich eine Felseninsel, Klein-Plavnik oder Mali Plavnik genannt. Der Bootstauchgang beginnt in einer Bucht, die von zwei bizarr geformten Felstürmen flankiert wird.

Unterhalb der Wasseroberfläche erwartet Taucher eine üppig bewachsene Steilwand mit Überhängen, Felsnasen und Hügelformationen, die ideale Tauchbedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene bietet.


Zweibindenbrassen sind rund 30 Zentimeter lang

Zwischen Flachbereich und der maximalen Tiefe von 35 Metern gibt es jede Menge zu entdecken: Die Steilwand ist von zahlreichen kleinen Höhlen und Felsnischen durchzogen, in denen Bärenkrebse und Congeraale Zuflucht suchen. In den meist strömungsarmen Gewässern leben zahlreiche Mönchsfische und Junkerfische. Regelmäßig ziehen an der steil abfallenden Wand Goldbrassen- und Zweibindenbrassenschwärme vorbei. Beim Auftauchen gelangen Taucher zu einem Plateau, das in fünf Metern Tiefe liegt.

Ein Highlight für Unterwasserfotografen sind die farbenprächtigen Fadenschnecken, deren Fühler und Tentakeln kleinen Kunstwerken gleichen. Wer in Mali Plavnik tauchen geht, hat gute Chancen, einen Drachenkopf vor die Maske bekommen - überall zwischen den Felsspalten lauern die gut getarnten Skorpionfische mit der fächerförmigen Brustflosse auf winzige Krebse, die sie sich durch ruckartiges Öffnen ihres großen Mauls einverleiben.

Der Spot eignet sich hervorragend für Nachttauchgänge. Nach Sonnenuntergang können Unterwassersportler Ausschau nach nachtaktiven Langusten halten, die sich dann auf die Nahrungssuche machen.

Ob Tag oder Nacht - besonders schön ist eine üppig mit Schwämmen und Kolonien von Krustenanemonen bewachsene Höhle, die mit Lampe ausgerüstete Unterwassersportler in zwölf Metern Tiefe erforschen können.

Kanonen von Plavnik
Position: 4458.981'N - 1432.039'E

Kanonen von Plavnik - Foto: Styria Guenis Diving Group

Etwas nördlich, nämlich im Nordwesten von Plavnik, hat ein zerfallenes Kanonenwrack aus dem 18. Jahrhundert seine letzte Ruhestätte im Meer gefunden. Die gut erhaltenen Kanonen stapeln sich in Tauchtiefen von 30 bis 40 Metern am Ende eines schräg abfallenden Hangs. Zwischen den bewachsenen Geschützen sichten Taucher manchmal Seepferdchen. Auf dem Rückweg gibt es im 15-Meter-Bereich noch mehrere Felsblöcke zu erforschen.

Mali Plavnik und die Kanonen von Plavnik zählen zu den herausragenden Spots im Kvarner Golf, die wegen ihrer äußerst vielfältigen Flora und Fauna mehrere Tauchexkursionen von Kroatien-Urlaubern lohnen.

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