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Das Wrack der Cesare Rossarol
Position: 4452.050'N - 01402.600'E

Vor der Südostspitze Istriens fiel im Jahr 1918 der italienische Zerstörer Cesare Rossarol einer Seemine zum Opfer und zerbrach in zwei Teile. Das Schiff ging sofort unter, mit ihm 98 Männer an Bord, darunter Kapitän Ludovico de Filippi, der seinen Rettungsring großzügig an einen Matrosen abgab.

Der italienische Zerstörer Cesare Rossarol

Die Tauchtour zum nordöstlich von Premantura liegenden Schiffswrack ist nichts für Anfänger, denn Bug und Heck des ehemals 85 Meter langen Kriegsschiffs liegen jenseits der Tauchgrenze für Sporttaucher in 42 bis 52 Metern Tiefe. Tech-Taucher jedoch haben Gelegenheit, die beiden Teile der Cesare Rossarol zu erkunden. Allerdings sind hierfür zwei separate Tauchgänge erforderlich, da Bug und Heck fast 200 Meter voneinander entfernt auf Grund liegen.

Bei ihrer Erkundungstour am umgedreht am Meeresboden liegenden Bug, dem größeren Teil, entdecken Taucher das Munitionsdepot des versunkenen Kriegsschiffs. Granaten und Kanonen sind von bunten Schwämmen überwuchert. Fast immer werden Congeraale gesichtet, manchmal verstecken sich Katzenhaie im Bauch der Cesare Rossarol. Insbesondere um den Bug herum sollten Taucher absolute Vorsicht walten lassen und sich stets auf Abstand halten, da von der herumliegenden Munition eine potentielle Gefahr ausgeht.

Ein Congeraal auf dem Meeresgrund

Am etwa 30 Meter langen Heck sind das Steuerrad und der Radarmast sowie die Schiffsschraube gut erhalten. Der hintere Teil des Schiffes steht mit leichter Seitenneigung aufrecht am Meeresgrund. Zwischen Messgeräten und Maschinenraum haben sich Moostiere und Krustenanemonen sowie Hummer und Drachenköpfe angesiedelt.

Bei der Planung ihres Tauchgangs sollten technische Taucher sich über die Sichtverhältnisse informieren, die aufgrund schwankender Tiefenströmungen recht unterschiedlich ausfallen können. Häufig ist die Sicht am Wrack der Cesare Rossarol aber außerordentlich gut und der Tauchgang ein Abenteuer, das Kroatien-Urlauber mit Lizenz zum Tech-Tauchen nicht verpassen sollten.



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