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Das Wrack der SS Gilda
Position: 45°31.620'N - 013°27.230'E

Das Wrack der Gilda

Kroatien ist bei Tauchern für seine Vielzahl an Wracks berühmt. Ein wahres Dorado für passionierte Wracktaucher ist die Halbinsel Istrien, die Gewässer gelten als Schiffsfriedhof der Adria. Die meisten Passagier-, Handels- und Frachtschiffe sowie Torpedo- und Unterseeboote versanken während des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

Vor dem nördlichsten Punkt Istriens, am Kap Savudrija, stieß im Ersten Weltkrieg ein Frachtdampfer der österreichisch-ungarischen Monarchie auf eine Unterwassermine. Mit einer Ladung Erz war das Schiff am 23. Juni 1915 aus seinem Hafen in Triest ausgelaufen, als das Unglück geschah.

Die 70 Meter lange Gilda zerbrach in zwei Teile und sank innerhalb von nur drei Minuten, Bug und der hintere Teil des Schiffsrumpfes liegen 50 Meter auseinander auf dem Meeresgrund. Bei Tiefen von 21 bis 28 Metern ist das Wrack für Sporttaucher bequem erreichbar.

Drachenkopf

Für Unterwassertouren zur Gilda ist einige Erfahrung vonnöten, denn Taucher starten ihren Sinkflug zum Wrack über eine Bojenleine oder das Ankerseil vom offenen Meer aus. Die Überreste des Schiffes liegen auf sandigem Untergrund, bei bewegter See kann die Sicht etwas eingeschränkt sein.

Beim Tauchen durch die Frachtluken stehen die Chancen gut, einen Conger auszumachen, der schlängelnd auf Nahrungssuche geht. Zwei stattliche Exemplare der überwiegend nachtaktiven Meeresaale haben zwischen den Laderäumen Unterschlupf gefunden. Manchmal bekommen Besucher auch einen Drachenkopf vor die Maske, der gut getarnt am üppig bewachsenen Schiffsrumpf Ausschau nach Krebsen und Grundeln hält.

Das Wrack der Gilda zählt zu den weniger bekannten Attraktionen in der nördlichen Adria. Es wird regelmäßig von den ganz im Norden Istriens gelegenen Tauchbasen angesteuert, denn die mit Muscheln und Schwämmen überzogenen Schiffsteile bieten wunderschöne Fotomotive.

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