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Wrack der Teti
Position: 4303.179'N - 1602.366'E

Steuerrad der Teti

Vor der Nordwestspitze der Insel Vis liegt ein Stahlschiff auf Grund, das sich in angenehmen Tauchtiefen von 8 bis 34 Metern befindet und herrliche Sichtverhältnisse bietet. Unterwassersportler, die in dieser Region von Kroatien Urlaub machen, sollten es nicht versäumen, am Wrack der Teti zu tauchen. Der italienische Frachter war am 23. Mai 1930 von Komiža aus in See gestochen und bei einem Unwetter an den Klippen der Felseninsel Mali Barjak zerschellt. Das 70 Meter lange Schiff sank; während der Bug stark beschädigt wurde, fand das Heck auf einem Plateau seine letzte Ruhestätte.

Sehenswert sind Kiel und Laderaum sowie ein Dampfkessel, der heute von Meerbarben umschwärmt wird. Neben dem Wrack liegen Granitblöcke - es handelt sich um Teile der Fracht, die anno 1930 zu einer Baustelle transportiert werden sollten. In allen Regenbogenfarben schimmern Steuerrad und Reling, auf den Überresten der Teti haben sich überall Schwämme und Weichkorallen ausgebreitet.

Im Inneren des havarierten Dampfers leben mehrere zahme Congeraale, die sich schon einmal den Tauchern nähern. Gut getarnt sind dagegen Langusten und Garnelen. Mit dem Schein der Unterwasserlampe können sie in den Nischen und Spalten des künstlichen Riffs ausgemacht werden.

Tauchanfänger sollten sich vor dem Abtauchen informieren: Manchmal ist die Strömung am Wrack beträchtlich. Die Teti ist ein äußerst beliebter Spot für Nachttauchgänge.

Wrack der Fortunal
Position: 4304.350'N - 1605.407'E

Schwer zu sehen: eine Felsengarnele

Die im Süden Kroatiens gelegene Insel Vis ist für ihre unberührten Tauchreviere berühmt. Angesichts optimaler Sichtbedingungen und dem guten Zustand des Wracks zählt der vor der Nordküste gelegene Spot Fortunal zu den Attraktionen für fortgeschrittene Unterwassersportler.

Leider sind die Überreste des Vorzeigewracks für Anfänger nicht zugänglich, da sie sich in beträchtlichen Tiefen von 30 bis 55 Metern befinden. Technische Taucher dagegen, die in größere Tiefen vordringen können, schätzen maritime Besichtigungstouren am havarierten Fischkutter ganz besonders.

Das von Netzen und bunten Muscheln überzogene Boot hat vor einer Steilwand Position auf dem Meeresgrund bezogen. Da in der Region meist keine Strömung herrscht, können Unterwasserfotografen das sehr fotogene Schiff problemlos von allen Seiten ablichten.

Während des Aufstiegs sollten Taucher mit ausreichenden Luftreserven in eine 40 Meter lange Höhle tauchen, deren Eingang ganz in der Nähe des Wracks liegt. Außer des wegen vorhandener Fischernetze unbedingt erforderlichen Tauchermessers gehört eine Unterwasserlampe ins Tauchergepäck.

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