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Šibeniker Brücke
Position: 43°45.758'N - 15°50.973'E

Krka-Brücke bei Sibenik

Einen Tauchgang der besonderen Art können Kroatien-Urlauber unterhalb der Brücke von Šibenik machen, die zugleich ein beliebter Treffpunkt von Bungee-Springern ist.

In den Fluten des Flusses Krka, dort, wo sich das Süßwasser mit dem Salzwasser der Adria vermischt, hat sich eine einzigartige Flora und Fauna angesiedelt. Während sich auf den oberen Metern, unmittelbar nach dem Abstieg, schon einmal Forellen oder Aale vor der Tauchermaske präsentieren, tummeln sich am Grund der Krka Barsche.

Im Brackwasser fühlen sich nicht nur Zyllinderrosen und Austern wohl, sondern auch Miesmuscheln, die in diesem Gebiet besonders schnell wachsen.

Vor allem fasziniert dieser Spot aber wegen seiner Strömungen, die Taucher wie von selbst durch den Fluss tragen. Am besten ist es, den Tauchgang am linken Ufer der Krka zu beginnen, da hier die Strömung in aller Regel weniger stark ausfällt. Mit zunehmender Tiefe und wachsender Strömung passieren Taucher auf ihrem Weg zum anderen Ufer ein Schiffswrack, das in 28 Metern Tiefe liegt. Am rechten Ufer ist der kinoreife Unterwassertrip, der fast ohne eigenen Flossenschlag auskommt, leider schon wieder zu Ende.

Wegen der Strömungen sollten nur Fortgeschrittene unter der Brücke tauchen gehen.

Sveti Nikola
Position: 43°43.335'N - 15°51.247'E

Zyllinderrosen ernähren sich von Plankton - Foto: Jonathan Hornung

Am Anfang des Šibeniker Kanals gibt es eine malerische Festung mit Anlegestelle. Das im 16. Jahrhundert von einem venezianischen Architekten erbaute Fort Sveti Nikola erhebt sich auf einem Inselchen im Mündungsgebiet der Krka aus dem Meer und bildet die Kulisse für einen beeindruckenden Tauchgang.

Auf den ersten Metern während des Abstiegs herrscht Süßwasser vor, das eine geringere Dichte aufweist als Salzwasser. Mit zunehmender Tiefe durchtauchen Unterwassersportler flimmernd erscheinende Salzwasserschichten und nach etlichen Zweibindenbrassen und Mönchsfischen haben sie den Meeresgrund erreicht.

Auf dem mit einem dichten Teppich aus Miesmuscheln und großen Steckmuscheln, der größten Muschel der Adria, bedeckten Boden lässt sich hier und da ein Drachenkopf oder auch ein Knurrhahn ausmachen, die sich an diesem faszinierenden Platz wohlfühlen.

Aufgrund maximaler Tiefen von 40 Metern erfordert der Spot Sveti Nikola erste Tieftaucherfahrung und eignet sich nicht für Anfänger.

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