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Majsan
Position: 4257.400'N - 1711.583'E

Die Insel Majsan - Foto: Quahadi Anto

Wie grüne Farbtupfer sind rund 20 Inselchen zwischen Korčula und der Peljesac-Halbinsel ins tiefblaue Adriatische Meer gesprenkelt. Zum Archipel gehört auch Majsan, eine Insel, die für ihre Ausgrabungen bekannt ist. Hinweise auf die Antike gibt es über wie unter Wasser: Unterwassersportler können sich vor Majsan auf die Suche nach Amphoren und Schiffsankern aus der Römerzeit machen.

Die Tauchgründe sind aufgrund der manchmal beträchtlichen Strömung, aber auch wegen der Maximaltiefen von 35 Metern allerdings nichts für Anfänger. Zwischen den von Moostierkolonien und Nacktschnecken besiedelten Scherben halten sich oft Rochen und Drachenköpfe auf. Der Spot Majsan eignet sich für Nachttauchgänge, da hier gute Chancen bestehen, nachtaktive Zitterrochen vor die Maske zu bekommen.

Kap Ražnjic
Position: 4255.016'N - 1712.167'E

Seescheide - Foto: Albert Kok

Vor der Südostspitze von Korčula gibt es eine Steilwand, die wegen ihres glasklaren Wassers und der reichen Flora und Fauna mehrere Tauchgänge wert ist. Das Boot ankert im Inneren der Landzunge, bevor es hinab geht in die Welt der Seepferdchen und Haarsterne.

In einer Tiefe von sechs bis acht Metern erreichen Taucher zunächst einen mit bunten Schwämmen überwucherten Felsvorsprung. Stufenweise führt die Wand an einem kleinen Canyon vorbei bis in maximale Tiefen von knapp 40 Metern.

Am Kap Ražnjic gibt es orangefarbene Gorgonien zu bewundern, die in anfängertauglichen Tiefen von 13 bis 22 Metern ihre Fächer ausbreiten. Wer in diesem Teil Kroatiens tauchen geht, sollte allerdings erfahren im Tarieren sein, da die Strömung rund um die Landspitze manchmal recht kräftig ist.

Aufgrund der ausgezeichneten Sicht können Hobbyfilmer und Unterwasserfotografen am Kap schöne Aufnahmen machen. Ein beliebtes Motiv sind hungrige Sägebarsche, die das Riff nach kleinen Krebsen und Garnelen absuchen.

Wrack der Garda
Position: 4254.725'N - 1709.832'E

Languste am Riff

Vor der Südküste der Insel Korčula liegt ein schönes Wrack auf Grund, das von dem Inselort Lumbarda aus regelmäßig angefahren wird. Über die genauen Umstände der Havarie herrscht Rätselraten; es heißt aber, der Dampfer Garda sei im Jahr 1939 gesunken. Seine Überreste befinden sich auf sandigem Untergrund.

Da das Schiff in nur 22 Metern Tiefe seine letzte Ruhestätte gefunden hat, können auch Anfänger hier erste Wracktaucherfahrungen sammeln. Sie sollten allerdings ausreichend Abstand zum Boden halten, um keinen Sand aufzuwirbeln. Erfahrene Taucher schweben gern nach Sonnenuntergang zur Garda hinab, um die nachtaktiven Langusten unter die Lupe zu nehmen, die sich tagsüber zwischen den Planken verstecken.

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